Ein neues Kapitel auf bewährtem Fundament

Nach vielen Jahren in der beruflichen Vorsorge verabschiedet sich Martin Hammele als Geschäftsführer der VESKA in den Ruhestand. Ein guter Moment, um gemeinsam auf seine Zeit bei der Veska zurückzuschauen: Im Interview teilt er persönliche Highlights und Erinnerungen aus seiner Zeit bei der Pensionskasse.
Gleichzeitig begrüssen wir Thomas Schmidiger als neuen Geschäftsführer. Was ihn zur VESKA geführt hat und welche Ziele er in den nächsten Jahren verfolgt, verrät er im Gespräch.
Ein Doppelinterview über Rückblick, Neuanfang – und eine gemeinsame Vision für die Zukunft.
Thomas Schmidiger – Was waren deine Gründe, PK-Leiter bei der VESKA zu werden?
Die Veska Pensionskasse überzeugt seit Jahren mit ihrer überlegten Anlagestrategie und ihren tiefen Kosten. Als Non-Profit-Organisation stellt sie ausschliesslich die Dienstleistungen und den finanziellen Erfolg für die Arbeitgeber und ihre Versicherten ins Zentrum ihres Handelns. Als ehemaliges Geschäftsleitungsmitglied eines Geriatriespitals kenne ich zudem die Herausforderungen der Gesundheitsbranche aus erster Hand.
Martin Hammele – Was waren rückblickend die „Highlights“ deiner Zeit bei der Veska Pensionskasse?
Ich durfte die Veska PK am 1. Januar 2019 mit einer Bilanzsumme von CHF 1.4 Mrd. und rund 9’000 Versicherten übernehmen. Ende 2024 standen wir bei CHF 1.9 Mrd. und rund 10’000 Versicherten. In dieser Zeit wurde die Geschäftsstelle personell erweitert und in vieler Hinsicht modernisiert und professionalisiert. Wir arbeiten heute mit einem der besten verfügbaren Pensionskassen-Verwaltungssysteme und einer sehr guten Buchhaltungs- und Personaladministrations-IT. In der Vermögensverwaltung haben wir mit der Etablierung einer Anlagekommission und eines externen Investment Controllers, einer externen Wertschriftenbuchhaltung und einem professionellen Reporting wirksame „Checks and Balances“ eingeführt. Auch haben wir in eine hohe Datensicherheit und den Datenschutz investiert. Nicht zuletzt haben wir für die Arbeitgeber Portale für digitale Mutations- und Arbeitsunfähigkeitsmeldungen eingeführt.
Thomas Schmidiger – Was sind deine Ziele für die kommenden 3 Jahre?
Organisatorisch wollen wir den Arbeitgebern möglichst schlanke und einfache Prozesse anbieten. Hier gilt es, den eingeschlagenen Weg der Digitalisierung weiter zu verfolgen. Sowohl für Arbeitgeber wie auch für Versicherte wollen wir transparent informieren und bei Fragen rasch Antworten liefern. Und last but not least soll die Veska Pensionskasse finanziell so aufgestellt bleiben, dass sie auch herausfordernde Anlagejahre wie beispielsweise das Jahr 2022 ohne Unterdeckung überstehen kann.
Martin Hammele – Was wird dir nach 37 Jahren in der beruflichen Vorsorge bezüglich der Veska Pensionskasse besonders in Erinnerung bleiben?
In meiner Zeit als Pensionskassenberater und Geschäftsführer von Pensionskassen habe ich viele Stiftungsräte und Anlagekommissionen kennengelernt. Im Stiftungsrat der Veska Pensionskasse herrscht eine erfreulich offene Diskussionskultur und der Umgang miteinander ist von Respekt vor der Meinung des anderen geprägt. Es wird so lange gefragt, bis es verstanden ist, was leider nicht in allen Stiftungsräten üblich ist. Arbeitgeber- und Versichertenvertreter ziehen bei der Veska Pensionskasse am gleichen Strang mit dem Ziel, eine erfolgreiche, verlässliche und effiziente Pensionskasse zu betreiben. Das machte mir die Geschäftsführung stets zu einer motivierenden Tätigkeit. Dafür bedanke ich mich beim Stiftungsrat herzlich.
Thomas Schmidiger – Wo siehst du die grössten Herausforderungen für die Pensionskassen in der nächsten Zeit?
Die teilweise Überregulierung in der beruflichen Vorsorge bereitet mir Kummer. Zudem gilt es, den Versicherten die Funktionsweise und die Möglichkeiten einer Pensionskasse im Allgemeinen und ihrer individuellen Situation im Speziellen in der zunehmenden Komplexität einfach zu vermitteln. Dadurch kann das hervorragende 3-Säulen-System der Schweiz gestärkt werden. Und schlussendlich muss das Spannungsfeld aus Alterssparprozess, Vermögensanlagen und Leistungszahlungen in einem schwer voraussehbaren globalen Umfeld weitsichtig bearbeitet werden.
Martin Hammele – Was gibt es zum Schluss noch zu sagen?
Ich wünsche Thomas viel Erfolg und Freude an seiner herausfordernden Aufgabe. Allen Stiftungsratsmitgliedern und insbesondere dem Präsidenten Lucian Schucan danke ich für die stets konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit. Beim Geschäftsstellen-Team bedanke ich mich für das Mittragen der Veska-Pensionskassen-Philosophie und für die viele Arbeit, die es in meiner Zeit, die doch von einigen internen Umstrukturierungen geprägt war, geleistet hat.
Wir danken Martin Hammele herzlich für sein Engagement und die wertvolle Arbeit, die er über die Jahre für die VESKA Pensionskasse geleistet hat.
Gleichzeitig heissen wir Thomas Schmidiger als neuen Geschäftsführer herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Zukunft mit frischen Impulsen und neuen Perspektiven.
Die Geschäftsstelle der VESKA